berliner_bildungsprogramm

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 Kritik am Berliner Bildungsprogramm ist selbstverständlich erlaubt, ebenso die Ergänzung mit selbstgewählten Schwerpunkten.  Kritik am Berliner Bildungsprogramm ist selbstverständlich erlaubt, ebenso die Ergänzung mit selbstgewählten Schwerpunkten. 
  
-Die Auslegung der teilweise sehr allgemein gehaltenen Inhalte erfolgt auf pädagogischen Teamsitzungen, auf Teamtagen ([[users:paedagogisches_team_teamsitzung_teamberatung|Pädagogisches Team/Teamsitzung/Teamberatung]]) und im Rahmen der internen Evaluation ([[users:interne_evaluation|Interne Evaluation]]). +Die Auslegung der teilweise sehr allgemein gehaltenen Inhalte erfolgt auf pädagogischen Teamsitzungen, auf Teamtagen ([[users:paedagogisches_team_teamsitzung_teamberatung|Pädagogisches Team/Teamsitzung/Teamberatung]]) und im Rahmen der internen Evaluation ([[users:interne_evaluation|Interne Evaluation]]). 
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 +===== Wer will weitere Infos zum BBP? Den Background gibt's hier.... ===== 
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 +Das Berliner Bildungsprogramm wurde von der Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Wissenschaft - Berlin für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt konzipiert. Genauer gesagt, wurde das BeKi damit beauftragt, ein Institut, das als einzigen Kunden eben jene Senatsverwaltung hat.  
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 +**Wir blicken nochmal zurück auf „unsere“ Geschichte:** 
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 +Ende des 19. Jahrhunderts schon ist das bis dahin bestehende Ganztagsschulsystem durch das noch heute dominierende Halbtagsschulsystem abgelöst worden. Der Kindergarten in (West-)Deutschland steht noch immer in der Tradition des Fröbelschen Kindergartens, der für wenige Stunden täglich rein zur pädagogischen Ergänzung für die Kinder bürgerlicher Familien geschaffen wurde.  
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 +Dies wurde in der BRD auch beibehalten, unter anderem um die Abgrenzung vom Nationalsozialismus deutlich zu machen und jede Annäherung an die Idee der „Gleichschaltung“ im Keim zu ersticken. Daher auch die Zurückhaltung des Staates in Erziehungsfragen: Das Erziehungsrecht der Eltern und die Trägerhoheit sind zu achten und zu fördern. In der DDR gab es eine andere Entwicklung: Ganztagskitas waren in der DDR weit verbreitet, fast 90% der Frauen in der DDR waren berufstätig. 
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 +So kommt es, dass es neben den sog. Eigenbetrieben der Stadt ziemlich viele unterschiedliche Arten von Kitas in Berlin gibt, z.B.:  
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 +**Der Kinderladen:** Die ersten Kinderläden entstanden in den 1960er Jahren aus der Kritik an der herrschenden autoritären Erziehung, die nach Auffassung der Kinderladengründer unter anderem eine Anfälligkeit für nationalsozialistische Propaganda beförderte Vor allem Studentinnen funktionierten leerstehende Ladenräume in selbstverwaltete, alternative Kindergärten um, in denen neue Formen der Erziehung ausprobiert werden konnten. Oftmals wurden diese Kinderläden mit Möbeln vom Sperrmüll eingerichtet und personell auf das ehrenamtliche Engagement von Eltern und Freunden gestützt.  
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 +**Christliche Kindergärten** entstanden ab 1779 und entwickelten sich aus der christlichen Hilfe für Waisenkinder. Daraus entwickelte sich ein Erziehungs- und Bildungsgedanke mit dem Fokus auf christlicher Nächstenliebe, bei dem sich der pädagogische Blick verstärkt auf das Kind richtete. In diesen Kindergärten sieht die Kirche ihre Chance, zu missionieren, also bereits den jüngsten Gemeindemitgliedern den christlichen Glauben zu vermitteln. 
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 +**Waldorf-Kita:**  Das gesamte Konzept basiert auf den Lehren Rudolf Steiners und wird in allen Waldorfkitas angewandt. Wichtige Bestandteile sind das Spielzeug, die Ernährung, Kleidung und Raumgestaltung. Hier wird besonderes Augenmerk auf Natürlichkeit, Naturbelassenheit und wenig Reizüberflutung gelegt. Freies Spiel, Bewegung und ein fester Rhythmus nach den Ideen der Antroposophen stehen im Vordergrund. 
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 +**Montessori-Kindergarten:** Die italienische Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori hat dieses Konzept entwickelt. Das erste Montessori-Kinderhaus wurde 1970 von ihr gegründet. Das wichtigste Prinzip hierbei lautet “dem Kind zu helfen, es selbst zu tun”. Ein Merkmal dieses Konzeptes ist oft das spezielle Montessori-Material, mit dem die Kinder während der Freiarbeit spielen (die ebenfalls einen großen Stellenwert in dieser Pädagogik hat). 
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 +**Die Kinderkrippe** ist auf die Bedürfnisse von Kindern in ihren ersten drei Lebensjahren ausgerichtet. Es gilt hier ein spezieller Betreuungsschlüssel von pädagogischen Fachpersonal, der für Berlin im § 11 KitaFöG geregelt ist. Sie geht wohl zurück auf eine Idee von 1802, als Fürstin Pauline von Lippe-Detmold für "von der Brust entwöhnte" Kinder bis zum zweiten Lebensjahr eine Krippe eröffnet, um Mütter die Arbeit auf dem Feld zu ermöglichen.  
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 +**Kindertagespflege:** Hier werden die Kinder von einer „Tagespflegeperson“ betreut. Vielerorts wird hierbei von „Tagesmüttern“ und „Tagesvätern“ gesprochen. Der Betreuungsplatz wird beim zuständigen Jugendamt beantragt. Die Betreuung findet entweder in gemieteten Räumlichkeiten, im eigenen Haushalt oder bei den Personensorgeberechtigten statt. 
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 +**Betriebskindergarten:** Dieser wird vom Arbeitgeber für die Kinder der Arbeitnehmer angeboten. Am stärksten vertreten ist die Form der Betreuung in der Pflegebranche, da der Großteil der Angestellten weiblich ist und ein an die Betriebszeiten angepasstes Betreuungsangebot ihnen die Arbeit überhaupt erst ermöglicht.  
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 +**Bilinguale Kindergärten:** Sie zeichnen sich durch die Mehrsprachigkeit der pädagogischen Fachkräfte aus. In Berlin ist diese Form der Kita vor allem in den Bezirken mit hohem Migrationsanteil entstanden. Die angebotene Zweitsprache in der Kita beschränkt sich nicht auf einzelne Sprachprojekte, sondern ist fester Bestandteil des Alltags. 
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 +**Waldkita:** Hier verbringen Kinder und Fachkräfte den größten Teil des Tages draußen im Wald. Es gibt also kein Kita-Gebäude, sondern höchstens einen Bauwagen. Der erste Waldkindergarten wurde in den 1950er Jahren in Dänemark gegründet. Nachdem Anfang der 1990er Jahre der erste Waldkindergarten in Deutschland staatlich anerkannt wurde, kam es in Deutschland zu vermehrten Gründungen von Waldkindergärten. 
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 +**Kneipp-Kita:** Begründer ist der im Jahr 1821 geborene Priester und Hydrotherapeut Sebastian Kneipp. Im Zentrum der Konzeption stehen die Nähe zur Natur und Umwelt und Wasseranwendungen.  
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 +**Korczak Kindergärten** beruhen auf der Ideologie Janusz Korczaks und richten sich fast ausschließlich nach den Bedürfnissen der Kinder. Das freie Spiel hat eine zentrale Rolle inne und Mahlzeiten können flexibel eingenommen werden. Tägliche Kinderversammlungen, in denen die Kinder frei erzählen können, was sie bewegt schulen die Kommunikationsbereitschaft der Kinder.  
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 +Nun denkt ihr vielleicht: Ey, hört das nochmal auf? Tatsächlich gibt es noch mehr Beispiele, bestimmt kennt ihr welche.  
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 +Alle diese Kitas müssen irgendeine gemeinsame Qualität aufweisen, denn schließlich kriegen ja auch alle das gleiche Geld. Im Land Berlin unterschreiben alle Träger von Kindertagesstätten, die staatlich finanziert werden, eine Qualitätsvereinbarung Tageseinrichtungen (QVTAG), die auf das Berliner Bildungsprogramm verweist.  
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 +Nun läuft das andererseits aber auch alles sehr unterschiedlich in den Kitas, weswegen man versucht hat, das BBP möglichst allgemein zu halten. Deshalb lesen wir bei jeder internen Evaluation gemeinsam darin, um erstmal festzuhalten, was dieser Text für uns in den SpielRaum-Kitas überhaupt bedeuten kann.  
 +Das Berliner Bildungsprogramm ist weniger dick als die Bildungsprogramme in Bayern oder Brandenburg – aber viel dicker, als die aus Sachsen oder dem Saarland. Inhaltlich ist das alles sehr ähnlich…. 
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 +===== Wie ist das Berliner Bildungsprogramm aufgebaut? ===== 
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 +Das Berliner Bildungsprogramm bildet einen übergreifenden Rahmen, der eine pädagogische Grundhaltung aufzeigen soll und Bildungsbereiche beschreibt. Es folgt jetzt ein schneller Überblick – der das Lesen natürlich nicht unbedingt ersetzt.  
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 +Dieses Bild erklärt sehr vereinfacht, wie das Bildungsprogramm aufgebaut ist:  
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 +{{:bbpbaum.jpg?400|}} 
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 +In den ersten Kapiteln geht es nämlich darum,  
 +  * • wie man sich selbst sieht: Als professionelle Pädagog*innen, welche die Kinder begleiten 
 +  * • was man überhaupt unter Bildung versteht 
 +  * • und welche Ziele man mit der pädagogischen Arbeit in der Kita verfolgt. 
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 +Das pädagogische Handeln basiert auf einem Bildungsverständnis, das allen Kindern die gleichen Rechte auf Bildung und jedem Kind die Entfaltung seiner Potentiale gewährleistet. Pädagog*innen vertiefen ihr Verständnis für die Ziele des pädagogischen Handelns und setzen sich mit Erkenntnissen zur Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse auseinander. 
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 +Das ist das Fundament der Arbeit, wenn wir uns nebenstehendes Bild ansehen (und uns vorstellen, die Ulli hätte da versucht Bäume zu malen), dann könnte man das mit dem Waldboden vergleichen und dem Wurzelwerk, ohne das nichts wächst. Eben eine „pädagogische Haltung"“ gegenüber dem Kind und der eigenen Arbeit.  
 +Dann folgen die „Baumstämme“, nämlich grundlegende Prozesse, die in einer Kita geregelt sein müssen und die bestimmten Kriterien entsprechen sollen. Dazu gibt es dann jeweils einige Kapitel und vor allem Qualitätskriterien, die in diesen Bereichen erfüllt werden sollen.  
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 +• Beobachten und Dokumentieren: Wir beobachten regelmäßig und zielgerichtet die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes, dokumentieren unsere Beobachtungen und tauschen uns über unsere Beobachtungen aus und leiten Konsequenzen für unser pädagogisches Handeln ab.  
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 +• Gestaltung des alltäglichen Lebens: Wir nehmen unterschiedliche Bedürfnisse der Kinder wahr und unterstützen sie in ihrer individuellen Entwicklung und beteiligen alle Kinder entsprechend ihrer entwicklungsgemäßen Möglichkeiten an der Gestaltung ihres Lebens in der Kita. Wir halten die kindliche Neugierde und die Lust am Lernen wach. Wir gestalten Betreuungssituationen aller Kinder, insbesondere der jüngsten, individuell, zugewandt und respektieren ihre körperliche Selbstbestimmung. 
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 +• Spielanregungen: Wir schaffen anregende Bedingungen für vielfältige Spiele, unterstützen die Kinder bei der Verwirklichung ihrer Spielideen und der Erweiterung ihrer Spielfähigkeiten, und wir erkennen Ausgrenzung von Kindern und greifen ein. Wir kennen die spezifischen Spielbedürfnisse der Kinder bis drei Jahren und ermöglichen ihnen ein vielfältiges Spiel. Wir unterstützen alle Kinder, ihre Phantasie und ihre schöpferischen Kräfte im Spiel zu entfalten. 
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 +• Projekte gestalten: Wir erkunden die Lebensrealität der Kinder, wählen Projektthemen aus, entwickeln konkrete Ziele des pädagogischen Handelns und überlegen und planen die Gestaltung des Vorhabens gemeinsam mit den Kindern. 
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 +• Raum- und Materialangebot: Wir gestalten mit Kindern Räume, die das eigenaktive und kreative Tätigsein und vielfältige Erfahrungen ermöglichen. Durch einen flexiblen und anregend gestalteten Raum ermöglichen wir auch den jüngsten Kindern vielseitige Sinneserfahrungen. 
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 +• Integration von Kindern mit Behinderung: Wir entwickeln ein Grundverständnis für die Würde eines jeden Kindes sowie eine offene Haltung für die individuelle Lebenslage des Kindes und seiner Familie. Wir arbeiten eng mit allen an der Förderung beteiligten Fachkräften zusammen und reflektieren mit ihnen unsere Beobachtungen und verständigen uns gemeinsam über die nächsten Ziele. 
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 +• Gestaltung von Übergängen: Wir gestalten eine sanfte Eingewöhnung des Kindes, gestalten Übergänge zwischen und innerhalb von Kitas einfühlsam, unterstützen die Kinder in ihrer Vorbereitung auf den Schulstart, besprechen mit Eltern Fragen des Übergangs und kooperieren mit Grundschulen im Umfeld der Kita. 
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 +• Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern: Wir streben aktiv die Erziehungspartnerschaft in wechselseitiger Anerkennung an, machen unsere Arbeit transparent und beteiligen Eltern an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Kindertageseinrichtung.  
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 +• Demokratische Teilhabe: Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Qualitätsentwicklung, bauen die Kommunikation und Verständigung im Team auf gemeinsamen Zielen auf und respektieren dabei Unterschiede und tauschen uns im Team regelmäßig über die Organisation der Arbeit, die pädagogische Arbeit mit den Kindern und über die Zusammenarbeit mit den Eltern aus. Uns sind die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Kolleg*innen ein gemeinsames Anliegen. Die Kita-Leitung entwickelt mit dem Team das pädagogische Profil und die Konzeption der Kita weiter. Die Kitaleitung gestaltet Arbeitsabläufe klar, transparent und wertschätzend, befördert und verantwortet den fortlaufenden Qualitätsentwicklungsprozess in der Kita und nimmt ihre Verantwortung für die Personalführung und Teamentwicklung wahr. 
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 +Was man oben in den „Wipfeln der Bäume“ sieht sind die Bildungsbereiche, die sind ähnlich wie Schulfächer. Kinder benötigen gezielte Anregungen in allen Bereichen, die für ihre Entwicklung wichtig sind. Das Berliner Bildungsprogramm unterscheidet sechs Bildungsbereiche : 
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 +  * • Gesundheit: Das Kind lernt Vieles über seinen Körper. Hygiene und Körperpflege werden genauso zum Thema wie gesundes Essen und Essverhalten. 
 +  * • Soziales und kulturelles Leben: Traditionen, Kulturen, Werte und Sprachen werden respektiert und zum Thema gemacht. Kinder mit und ohne Behinderung spielen und lernen gemeinsam. Kinder machen so wichtige soziale Erfahrungen. 
 +  * • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien In Berliner Kitas und Kindertagespflegestellen werden Kinder in allen Situationen 
 +  * des Tages zum Sprechen angeregt. Sprache entwickelt sich beim Spiel, beim 
 +  * Tischdecken, Essen, Aufräumen, Buch anschauen, im Morgenkreis, im Gespräch 
 +  * mit anderen Kindern und mit den Pädagoginnen und Pädagogen. Die wachsende Neugier auf Schrift und Zahlen wird aufgegriffen und angeregt. Auch der 
 +  * Umgang mit Medien ist Thema. 
 +  * • Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik, Theaterspiel… Im Rahmen dieses Bildungsbereichs erhält das Kind verschiedene Möglichkeiten, kreativ seine Bedürfnisse, Emotionen und Interessen auszudrücken. Für Kinder, die erst in die deutsche Sprache hineinwachsen, sind kreative Ausdrucksformen besonders wichtig 
 +  * • Mathematik: Kind macht erste Erfahrungen mit Zahlen, Raum und Zeit, mit Ordnen, Schätzen und Vergleichen. Im Spiel kommt es mit verschiedenen Mustern und Zahlenmengen in Berührung und entwickelt dabei die Grundlagen für mathematisches Denken. 
 +  * • Natur – Umwelt – Technik: Durch Experimentieren lernt ein Kind, wie etwas funktioniert und – gemeinsam mit anderen Kindern – Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. 
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 +Diese Bereiche sind es, die meist den Kitas einen thematischen Schwerpunkt verleihen. Grundsätzlich „passieren“ diese Lerninhalte aber einfach bzw. werden mitgedacht: Wenn wir den Tisch für ein gemeinsames (Soziales und kulturelles Leben) gesundes Mittagessen decken (Gesundheit), achten wir auf einen ästhetisch gedeckten Tisch (Kunst/ Kulturelles Leben), darauf, dass alle Kinder mitessen können (Soziales Lernen, Integration von Kindern mit Behinderung) und wir einigen uns auch sprachlich darüber (Kommunikation, soziales Lernen) wer welche Aufgabe übernimmt. Die Kinder zählen die Teller und Bestecke und achten darauf, dass die Mengen zu den Menschen passen (Mathematik). Ihre Schätzungen, wieviel auf den Teller passt werden immer besser. Sie bemerken, dass die Kartoffeln heiß sind und dann abkühlen, und dass der Stuhl irgendwann kippt, wenn man sich zu weit nach hinten lehnt und der Becher bei zu viel Wasser überläuft (Naturwissenschaften).  
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 +**Was kann man also falsch machen?** Genau, den Kindern alles abnehmen. Ansonsten sind alle Bereiche im Alltag inbegriffen und benötigen weder teure Lernspiele noch ausgeklügelte Pläne. Die Bereiche werden im Bildungsprogramm auf über 50 Seiten beschrieben und machen damit einen Großteil des Bildungsprogramms aus. Jeder der sieben Bildungsbereiche wird separiert von den anderen in einem eigenen Kapitel erläutert. Sollte man mal irgendwann lesen, aber wahrscheinlich hast Du es schon gemerkt: Die Unterteilung ist willkürlich und eigentlich egal, man lernt eben als Mensch das, was in der jeweiligen Gesellschaft relevant ist.  
    
  
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